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Bild des Bundesverfassungsgerichts

BVerfG zu PKH-Antrag der beklagten Partei im schriftlichen Vorverfahren

Beantragt die beklagte Partei die Bewilligung von Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe, stellt das richtige verfahrensrechtliche Vorgehen die Beteiligten nicht selten vor erhebliche Probleme. Nicht gerade zur Vereinfachung der Rechtslage beigetragen hat insoweit ein jüngerer Beschluss des Bundesgerichtshofs, in dem dieser entschieden hat, dass es keinen allgemeinen Ablaufvorrang des PKH-Prüfungsverfahrens vor dem Hauptverfahren gebe. Mit Beschluss vom 20.06.2018 – 1 BvR 1998/17 hat sich nun auch das BVerfG zu diesem Themenkomplex geäußert und damit die Rechtslage ebenfalls eher nicht vereinfacht.

Öffentliche Zustellung gem. § 185 Nr. 2 ZPO ohne vorherige Auslandszustellung?

Mit den Voraussetzungen der praktisch äußerst relevanten, aber in der gängigen Kommentarliteratur eher stiefmütterlich behandelten Vorschrift des § 185 Ziff. 2 ZPO hat sich das LG Frankfurt in einem aktuellen Urteil vom 06.04.2017 – 3 O 415/15 beschäftigt, die mir der Kollege Dr. Mantz dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. In der Entscheidung geht es außerdem noch um die vor allem für die richterliche Praxis bedeutende Frage, ob ein nachträglicher Wechsel von einem bereits anberaumten frühen ersten Termin zum schriftlichen Vorverfahren zulässig ist.